Medikamente bei Gastritisproblemen

Die schmerzhafte Entzündung der Magenschleimhaut ist so weit verbreitet, dass die Bezeichnung Gastritis für viele kein Fremdwort mehr ist. Verursacht durch Bakterien oder zu viel Magensäure, kann Gastritis als akute oder chronische Erkrankung auftreten. Auch wiederholte Krankheitsschübe in Verbindung mit Stress, ansäuernder Nahrung oder Genussmitteln sind keine Seltenheit. Durch rezeptfreie Medikamente kann die unangenehme Entzündung jedoch wirksam behandelt oder zumindest gelindert werden. Zur Verfügung stehen dabei drei Hauptgruppen, die entsprechend ihrer Wirkweise unterteilt werden.

 Säurebindende Medikamente bei Magenschleimhautentzündung

Gastritis Medikament RiopanRiopan, Talcid und Maaloxan gehören zu den säurebindenden oder -neutralisierenden Medikamenten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Ähnlich wirkende Mittel können teilweise sogar in Drogerie und selbst im Supermarkt gekauft werden. Auch wenn die säurebindenden Medikamente in unterschiedlicher Darreichungsform und mit verschiedenen Wirkstoffen angeboten werden, ist das Prinzip stets gleich.

Für den Gehalt der Magensäure verantwortliche Teilchen werden gebunden und neutralisiert.
Dadurch wird ein Steigen des pH-Wertes erreicht. Aus diesem Grund können die säurebindenden Mittel nicht nur bei Gastritis, sondern auch gegen Sodbrennen eingesetzt werden. Ist der Grund für die Gastritis in Bakterien zu suchen oder hat die gesteigerte Produktion der Magensäure eine chronische Ursache, können die neutralisierenden Medikamente allerdings nur eine kurze Linderung verschaffen.

Säureblocker bei Gastritis

Gastritis Medikament OmeprazolZu den säurehemmenden, rezeptfreien Medikamenten zählen Mittel wie Omeloxan, Omeprazol und Zantic. Sie wirken anders als Arzneien, die den Säuregehalt der Magensäure lediglich durch Neutralisation mindern:

Sie blockieren die Protonenpumpen oder die Histamin-2-Rezeptoren unumkehrbar.
Dadurch kann Magensäure nicht gebildet und auch nicht freigesetzt werden. Durch den verminderten Säuregrad werden die Schmerzen gelindert, die mit einer Gastritis einhergehen. Genau dieser, eigentlich angenehme Effekt, kann jedoch auch dazu führen, dass ernsthafte Erkrankungen zu spät erkannt und behandelt werden. Zwar schalten Säureblocker die Rezeptoren und Zellen nur solange aus, wie die Zellerneuerung dauert, bei erneuter Einnahme lässt sich diese Wirkung jedoch beliebig verlängern. Um eine nachteilige Wirkung der säurehemmenden Medikamente zu verhindern, sollten sie daher nur kurzfristig angewendet werden. Halten die Beschwerden dennoch an, kann ein Geschwür oder eine andere ernsthafte Erkrankung die Ursache für die Gastritis sein. Ärztliche Untersuchungen und Behandlungen sind dann unumgänglich.

Ausgleichende Medikamente und pflanzliche Wirkstoffe

Gastritis Medikament IberogastIberogast ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Medikamente, die ausgleichend auf die Verdauungsorgane wirken.

Durch Pflanzen-Extrakte werden die Bewegung der Muskulatur, die Produktion der Magensäure und der Aufbau der Magenschleimhaut selbst reguliert. Darüber hinaus werden Nerven beruhigt, was zusätzlich entspannt und die mit einer Gastritis einhergehenden Beschwerden lindern kann. Ausgleichende Medikamente wirken zumeist dennoch nicht so schnell, wie es bei hemmenden und blockierenden Arzneien der Fall ist. Denn auch bei korrekter Anwendung des Mittels benötigt der Körper ausreichend Zeit, um sich zu regulieren und zu erholen. Aufgrund der abgerundeten und gänzlich anderen Wirkweise, die viele Faktoren mit einbezieht und eine Balance herstellt, sind diese Mittel die schonendere und natürlichere Wahl. Zudem können sie auch bei anderen Beschwerden des Verdauungstraktes, die zeitgleich mit einer Gastritis auftreten, wirksam sein. Bei einer bakteriell bedingten Gastritis werden auch diese jedoch nicht effektiv wirken.

 

Homöopathische Behandlung von Gastritis

Es gibt auch in der Homöopathie Mittel, die bei den Symptomen einer Gastritis eingesetzt werden können. Auf der Seite Gastritis homöopathisch behandeln gibt es weitere Informationen dazu.

 

Letzte Aktualisierung: 27.01.2014

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